DAS JOURNAL

Archiv der Schlagworte: Brautvater

die Rede

 

In der Kategorie “Augenblicke” geht es um Aufnahmen die ich liebe.
Heute: „die Rede“.

Dieses Bild zeigt den Brautvater, wenige Augenblicke nachdem er seine Rede gehalten hat.
Nach den vielen Hochzeiten die ich bisher begleiten durfte, kann ich feststellen, dass der Tag der Hochzeit für den Brautvater etwas sehr spezielles ist.
Es spielt dabei keine Rolle, ob seine Tochter erst seit kurzem „aus dem Haus“ ist oder bereits ein Jahrzehnt oder noch länger. Dieser Tag besiegelt einen neuen Abschnitt dem – meiner Beobachtung zufolge – kein Brautvater entkommen kann. Dieser Tag, wenn die Tochter die Ehe eingeht und mit ihrem ganzen Wesen „JA“ sagt, löst ein Band zwischen Vater und Tochter. Die Beziehung verändert sich – das ist weder gut noch schlecht, es ist und wird einfach anders!
Die allermeisten Brautväter lassen es zu, dass Gäste und alle teilnehmenden Personen dies spüren dürfen. Sie haben das Bedürfnis, in dieser emotionalen Stimmung ihrer Tochter sehr persönliche Dinge zu sagen. Die Rede eines Brautvaters ist etwas ganz wunderbares. Die Worte kommen aus der Tiefe des Herzens und ich liebe diese Energie und freue mich jedesmal aufs neue, wenn ich erneut einer Situation beiwohnen darf, wo der Vater de Braut authentisch ist und alle in diesem Moment an seinem Innenleben teilhaben dürfen.

Den Brautvater auf dem Bild habe ich Sekunden nach seiner Rückkehr an den Tisch fotografiert. Schau ihm in die Augen und du verstehst wovon ich hier geschrieben habe 🙂

das eigene Universum des Brautvaters

 

In der Kategorie „Augenblicke“ geht es um Aufnahmen die ich liebe.
Heute: „das eigene Universum“

Unaufdringlich und unauffällig – so beschreibe ich mein persönliches Vorgehen als Hochzeitsfotograf. Ich bewege mich oft und gerne zwischen den Gästen/der Gesellschaft. ich benötige die Nähe zu den Menschen um eine Verbindung herzustellen. Dieses Foto entstand bei einer zivilen Trauung. Hier sah ich den Vater des Bräutigams, der sich wenige Minuten vor der Trauung seines Sohnes – mitten im Trubel der wartenden Gesellschaft- in sein eigenes Universum zurückzog. Er ging zielstrebig zum Fenster und verweilte dort. Dabei wurde sein Ausdruck immer „starrer“ und gedankenverlorener. Worüber er nachdachte? Ich weiss es nicht aber ich mag dieses Bild sehr, weil es dem Betrachter den Raum zur Interpretation lässt. 🙂

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